Im August habe ich mit meinen Investments fast 13.000 € verdient, seit Jahresbeginn bleiben davon nur rund 6.300 € übrig. Wer sein Portfolio diversifizieren will, sieht an genau dieser Lücke, warum ein einzelner starker Monat wenig aussagt und was die Streuung über mehrere Anlageklassen tatsächlich leistet. Die Zahlen sind meine eigenen, Stand 31.08.2026.
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Mehr InformationenDas Wichtigste in Kürze
- Ein starker Monat sagt wenig über das Jahr: Im August lag mein Ergebnis bei +12.700 €, von Januar bis August sind es nur rund +6.300 €.
- Krypto brachte im August 7.500 €, steht seit Jahresbeginn aber bei −3.400 €. Die Aktien und ETFs mit +9.500 € haben das mehr als ausgeglichen.
- Mehrere Anlageklassen nehmen Risiko heraus, weil selten alle gleichzeitig schlecht laufen. Eine Garantie ist das nicht, denn Korrelationen beruhen auf Vergangenheitswerten.
- Meine Cashquote liegt bei 33 % (Richtwert: 15 %). Das hält mich handlungsfähig, kostet aber Rendite.
Alle Angaben mit Stand 31.08.2026, Markt-Scope: DACH. Die steuerliche Verrechnung von Gewinnen und Verlusten ist bewusst nicht Thema dieses Beitrags.
Mein Ergebnis bis Ende August 2026 im Überblick
Alle Werte stammen aus meinem Portfolio-Tracker. Im August lag mein Ergebnis bei 12.700 €. Knapp 60 % davon kamen aus Krypto, obwohl Krypto bei mir einen deutlich kleineren Anteil im Portfolio ausmacht als Aktien und ETFs.
| Anlageklasse | August 2026 | Januar bis August 2026 |
|---|---|---|
| Aktien und ETFs | +4.600 € | +9.500 € |
| Krypto | +7.500 € | −3.400 € |
| Edelmetalle (großteils Gold) | +600 € | rund +200 € |
| Gesamt | +12.700 € | rund +6.300 € |
Die Rechnung dahinter: Die Aktien und ETFs mit +9.500 € gleichen den Krypto-Verlust von −3.400 € mehr als aus, es bleiben +6.100 €. Dazu kommen rund 200 € aus Edelmetallen, zusammen sind das rund 6.300 €.
Umgerechnet auf die acht Monate sind das im Schnitt rund 790 € pro Monat. Der August war ein starker Monat, aber es gab schon stärkere. Aktien und ETFs führe ich hier gemeinsam, getrennt trage ich sie nicht.
Warum ein starker Monat wenig über die Jahresbilanz sagt
Der August war bei Krypto die Ausnahme, nicht der Trend. Bitcoin legte in US-Dollar um rund 25 % zu, von 62.816 $ zum Monatsanfang auf 78.557 $ am 31.08.2026 (BGeometrics, Monatsreport August 2026). Meine Kryptowerte insgesamt brachten im August +7.500 €.
Über das Jahr sieht das anders aus. Bitcoin stand am 01.01.2026 bei 88.848 $ (BGeometrics, Monatsreport Januar 2026) und liegt damit seit Jahresbeginn rund 12 % im Minus. Vom Januar-Hoch (97.039 $ am 14.01.2026) sind es rund 19 %. Mein Krypto-Ergebnis von −3.400 € deckt sich mit diesem Bild.
Die spannende Frage ist deshalb nicht der Einzelmonat, sondern die Jahresbilanz. Ein starker Monat sagt wenig über den Trend im ganzen Jahr und schon gar nichts darüber, was du seit Beginn deiner Investmentzeit verdient hast.
Es kann nicht immer nur nach oben gehen. Korrekturen, Höhen und Tiefen gehören zum Investieren dazu, genauso wie Gewinne und Verluste in jedem Business. Deshalb zeige ich dir beides und beschönige nichts.
Dazu kommt: Bitcoin ist nicht die einzige Kryptowährung in meinem Portfolio. Bei anderen war die Bewegung im August zum Teil noch größer. Am Gesamtbild ändert das nichts: Ohne die Gewinne aus Aktien und ETFs stünde ich allein mit Krypto dieses Jahr deutlich im Minus.
Portfolio diversifizieren: Was mehrere Anlageklassen leisten
War das dann einfach Glück? Auf den ersten Blick sieht es so aus, denn Aktien haben in diesem Jahr den Krypto-Verlust ausgeglichen. Ich finde: Das ist es nicht, zumindest nicht nur.
Ich weiß nie im Voraus, wie eine Anlageklasse in einem Jahr läuft. Genau deshalb kann es ab gewissen Beträgen sinnvoll sein, das Portfolio über mehrere Anlageklassen zu diversifizieren. Je mehr Anlageklassen im Portfolio stecken, desto unwahrscheinlicher laufen alle gleichzeitig schlecht.
Ein Vergleich aus dem Sport: Wer beim Tennis auf einen einzelnen Spieler setzt, hat ein großes Risiko, dass er ausfällt, weil er krank ist oder sich verletzt. Hat eine Mannschaft 20 Spieler und einer fällt aus, ist es sehr unwahrscheinlich, dass deshalb alle anderen ebenfalls schwächeln. Beim Investieren funktioniert das ähnlich.
In meinem Portfolio zeigt sich das bis August so: Aktien und ETFs liefen gut, Krypto liegt im Minus, Edelmetalle (bei mir großteils Gold) verliefen relativ stabil. Gold wird in US-Dollar gehandelt, der Euro-Dollar-Kurs beeinflusst das Ergebnis in Euro also mit.
Die Märkte bestätigen das Bild. Der Goldkurs ist seit Ende 2025 ziemlich unverändert, und ein S&P-500-ETF in Euro (Wechselkurs eingerechnet) liegt seit Jahresbeginn im Plus (eigene Auswertung mit TradingView, Stand 31.08.2026). Das deckt sich mit meinen Ergebnissen aus der Tabelle.
Mein Portfolio ist dabei ein Einzelfall. Es zeigt, wie Streuung wirken kann, nicht, dass sie in jedem Jahr so wirkt. Genau deshalb zählt für mich die Jahresbilanz mehr als die Momentaufnahme.
Falls du noch kein Depot hast: Ich nutze Trade Republic* selbst zum Investieren. Wie der Kauf Schritt für Schritt funktioniert, zeige ich im Beitrag Aktien bei Trade Republic kaufen.
Und wenn du dir erst einen Überblick verschaffen willst, hilft Investieren für Anfänger in 5 Schritten.
Korrelation: Warum Streuung nicht automatisch schützt
Wie stark Diversifikation wirkt, hängt von der Korrelation ab. Sie beschreibt, wie zwei Anlagen zueinander laufen. Steigt Aktie A um 10 % und Aktie B ebenfalls um 10 %, sind beide perfekt korreliert.
Im Idealfall besitzt du Anlagen, die nicht perfekt korreliert sind. Steigt die eine, fällt die andere oder steigt zumindest nicht so stark.
Korrelationen und alle Statistiken dazu beruhen auf Vergangenheitswerten. Garantiert ist nie, dass die Zukunft genauso aussieht.
Was sich trotzdem sagen lässt: Eine einzelne Aktie ist riskanter als zehn oder hundert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass alle 100 gleichzeitig schlecht laufen.
Cashquote: das zweite Risikoinstrument neben der Streuung
Neben der Streuung über Anlageklassen nutze ich meinen Cashanteil, um das Risiko zu steuern. Meine Cashquote liegt aktuell bei 33 %. Gemeint ist der Cashanteil innerhalb meines Portfolios, nicht meines gesamten Vermögens. Rund ein Drittel des Portfolios liegt also als Cash.
Als Richtwert habe ich mir 15 % gesetzt. Das ist keine allgemeine Regel, sondern mein persönlicher Wert. Ich liege damit deutlich darüber, mehr als doppelt so hoch.
Der Grund ist die Marktlage. Ich schätze die Schwankung im Markt aktuell etwas höher ein als sonst. Sollten die Kurse stark nach unten gehen, ob 10, 20 oder 30, 40 %, will ich handlungsfähig sein und dann nachkaufen können.
Dafür nehme ich höhere Opportunitätskosten in Kauf. Das heißt: Geld, das als Cash liegt, arbeitet nicht aktiv für mich, es könnte in dieser Zeit investiert sein und Rendite bringen.
Was ein starker Monat aussagt und was nicht
Ein starker Monat sagt wenig über die Jahresbilanz, deshalb schaue ich auf den ganzen Zeitraum. Streuung über mehrere Anlageklassen nimmt Risiko heraus, garantiert aber keinen Gewinn. Die Cashquote ist mein zweites Instrument, mit dem Preis, dass ein Teil des Geldes nicht arbeitet.
Wenn du selbst mit dem Investieren starten willst, melde dich gern zum kostenlosen Erstgespräch zum Finanzmentoring an. Dann klären wir, ob wir zusammenpassen und ob ich dir weiterhelfen kann.
Hinweise
Dieser Beitrag dient nur zur Information und ist keine Anlageberatung. Es handelt sich nicht um Empfehlungen und der Betreiber dieser Website haftet nicht für etwaige Verluste, die sich aus Investments ergeben, die aufgrund von Informationen aus diesem Beitrag getätigt werden. Jede Anlageentscheidung triffst du eigenverantwortlich und auf eigenes Risiko.
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